Seit 2022 gibt es Wir sind Paten endlich auch in Cottbus und was damals mit dem Aufbau eines neuen Standorts begann, ist heute bereits ein lebendiger Treffpunkt, an dem sich Menschen begegnen, austauschen und gemeinsam engagieren. Neben unseren Mentees und Pat:innen haben wir das unserem zweiköpfigen Cottbusser Team zu verdanken, das vor Ort die Ehrenamtskoordination übernimmt, Pat:innenschaften vermittelt und begleitet und gemeinsam mit unseren Ehrenamtlichen einen Raum schafft, in dem Menschen zusammenkommen können. In diesem Beitrag stellen sich unsere Kolleg:innen Juliane und Mohamed aus dem Cottbusser Team selbst vor:

Juliane kommt ursprünglich aus der Nähe von Cottbus und hat hier nach ihrer Schulzeit eine Ausbildung zur Verlagskauffrau absolviert. Anschließend hat sie sich auf eine einjährige Weltreise begeben, bevor sie Kultur- und Politikwissenschaften in Leipzig studierte. Dort engagierte sie sich ehrenamtlich in unterschiedlichen Initiativen, unter anderem in einem Kinderprogramm einer Gemeinschaftsunterkunft für geflüchtete Menschen, im Buddyprogramm für internationale Studierende sowie bei der Organisation des globalisierungskritischen Filmfestivals globaLE. Nach der Geburt ihres ersten Sohnes ist Juliane während der Corona-Pandemie nach Cottbus zurückgekehrt. Als sich die Möglichkeit ergab, unseren neuen Cottbusser Standort von Wir sind Paten mit aufzubauen, bewarb sie sich als Ehrenamtskoordinatorin und begleitet seitdem Pat:innen und Mentees dabei ihre Pat:innenschaften zu gestalten und steht ihnen mit Rat und Tat zur Seite. Über ihre Arbeit bei WsP Cottbus sagt Juliane selbst:

„Besonders Spaß an der Arbeit macht mir der Kontakt und der Austausch mit den Menschen, die zu uns als Mentees oder Paten kommen, mit ihren unterschiedlichen Lebensgeschichten und ihren Themen, die sie gerade beschäftigen. Es ist wunderbar, gelungene Chancenpatenschaften und den Mehrwert und die Entwicklung zu beobachten, die sich auf beiden Seiten vollzieht. Die Gemeinschaft, die hier in den Räumen bisher entstanden ist und die Bündelung von viel Unterstützung, Hilfe und Empowerment macht mich glücklich und ist Kern unserer täglichen Arbeit.“ 

Mohamed ist neben Juliane ebenfalls seit 2022 Ehrenamtskoordinator im Cottbusser WsP-Büro. Er wurde in Damaskus geboren und hat nach der Schule Betriebswirtschaftslehre und Islamisches Recht studiert und mit einem Master in Islamischer Wirtschaft abgeschlossen. Danach war Mohamed zwei Jahre in der Armee und anschließend als Buchhalter tätig. 2015 ist er aufgrund des anhaltenden Krieges in Syrien über die Türkei und auf dem Landweg nach Deutschland geflohen. Nach einem Aufenthalt in einer Sammelunterkunft ist er schließlich nach Cottbus gekommen. Von Beginn an hat Mohamed sich hier für die wachsende arabischsprachige Community eingesetzt und wurde aufgrund seiner fachlichen und persönlichen Erfahrungen bald darauf gefragt, ob er die Position des Imams übernehmen möchte. Seither hat Mohamed viele Menschen ehrenamtlich mit allen Anliegen, die die Seelsorge betreffen, unterstützt und schenkt den Menschen ein offenes Ohr. Seine Empathie und Hilfsbereitschaft bringt er auch in bei WsP Cottbus ein und es wird deutlich, dass für ihn der Mensch stets im Zentrum seiner Arbeit steht, so sagt er selbst:

„Ich habe es schon immer geliebt, Menschen zu unterstützen. Ich helfe sehr gern und habe ein offenes Ohr für jeden. Es ist toll, dass ich mit meinem Engagement bei ‚Wir sind Paten‘ das umsetzen konnte, was ich vorher schon ehrenamtlich gelebt habe – Menschen zusammenbringen und sie unterstützen.“

Inzwischen ist unser Cottbusser WsP-Büro und das dortige Angebot gewachsen. Wir konnten bisher bereits viele Pat:innenschaften vermitteln und zahlreichen ehrenamtlich organisierten Veranstaltungen Raum bieten. Dazu gehören eine interkulturelle Krabbelgruppe, ein Fahrradkurs, um die Mobilität zu fördern, Frauen- und Männersprachcafés, um die Sprachkenntnisse zusammen mit anderen in entspannter Atmosphäre üben und festigen zu können, Themenkreise zu Empowerment und Ehrenamtsengagement sowie Demokratieworkshops, Freizeitangebote für Jugendliche, Sport- und Erste-Hilfe-Kurse, Bastelangebote und Kreativworkshops und vieles mehr. Ihr könnt uns jedoch nicht nur in unserem Büro antreffen, sondern auch bei Stadtteil- und Themenfesten in Cottbus und regionalen Netzwerktreffen, bei denen wir oft dabei sind.

Das Ziel unserer Arbeit ist es, die Bedingungen für die Menschen in Cottbus durch die Vermittlung von Pat:innenschaften zu verbessern und eine familiäre, schützende Atmosphäre in unseren Räumen zu bieten. All das bringt einen enormen Mehrwert für das soziale Miteinander der Menschen in Cottbus. Und noch etwas zeigt unser Patenschaftsbüro in Cottbus: Wie vielfältig ehrenamtliches Engagement sein kann, wenn Menschen zusammentreffen, miteinander ins Gespräch kommen und ihre Erfahrungen, Perspektiven und Fähigkeiten einbringen können. Bei Wir sind Paten verstehen wir Pat:innenschaften dabei als gegenseitigen Lern- und Begegnungsprozess und als einen Beitrag zu einer Gesellschaft, in der Teilhabe, Solidarität und Vielfalt selbstverständlich gelebt werden.

Du möchtest uns nun persönlich kennenlernen? Dann komm vorbei! Egal ob in Cottbus oder in einem anderen Patenschaftsbüro: Wir freuen uns auf dich!

Vielleicht haben mich viele von euch schon einmal gesehen und kennen mich aus dem Büro: Ich bin Mohammad Khaitou und heute möchte ich euch erzählen, wie meine Geschichte mit Wir sind Paten Leipzig begonnen hat und welchen Einfluss dieses Projekt auf mein Leben hatte.

Im Jahr 2015 kam ich nach Deutschland, weil ich vor dem Krieg in Syrien fliehen musste. Zunächst lebte ich in Dresden, danach in Torgau und schließlich kam ich 2016 nach Leipzig. Ein Jahr nachdem ich mich in Leipzig eingelebt hatte, lernte ich 2017 das Büro von Wir sind Paten Leipzig kennen. Damals befand sich das Büro in der Zschocherschen Straße 50, heute ist es in der Prager Straße 60. Mein erstes Treffen dort war an einem Freitag. An diesem Tag wurde gemeinsam japanisches Essen zubereitet. Die Idee war, Menschen zusammenzubringen und ihnen die Möglichkeit zu geben, andere Kulturen kennenzulernen. Es waren Menschen unterschiedlicher Nationalitäten und kultureller Hintergründe dabei. Dabei wurde im Büro regelmäßig gemeinsam Essen aus verschiedenen Ländern und Kulturen zubereitet.

Die Atmosphäre war für mich etwas ganz Besonderes. Dieser Ort war überhaupt nicht wie ein klassisches Büro, wie man es normalerweise kennt. Es fühlte sich eher wie ein großes Wohnzimmer an – mit Büchern, Spielen und Bildern an den Wänden. Es gab niemanden, der einem das Gefühl gab: „Ich bin der Chef und deshalb bin ich besser als die anderen.“ Stattdessen begegneten sich alle auf Augenhöhe und unterstützten sich gegenseitig. Zu dieser Zeit konnte ich noch nicht besonders gut Deutsch sprechen und benutzte deshalb häufig Englisch. Ich meldete mich damals bei Wir sind Paten Leipzig an, um Unterstützung zu bekommen, sowohl beim Deutschlernen als auch dabei, die Kultur, die Gewohnheiten und das Leben in dieser für mich neuen Gesellschaft kennenzulernen. Besonders wichtig war für mich, dass ich durch das Patenschaftsprogramm persönliche Unterstützung und Orientierung bekam. Darüber hinaus nahm ich an vielen verschiedenen Aktivitäten und Veranstaltungen teil: Ausflüge in die Berge, Fahrradtouren, Kanufahrten, Bowling, gemeinsames Kochen mit Menschen aus unterschiedlichen Kulturen sowie Workshops, Seminare und vieles mehr. Und tatsächlich bekam ich dort sehr viel Unterstützung. Menschen halfen mir dabei, meine Deutschkenntnisse zu verbessern, damit ich die Sprachprüfungen für die Zulassung zur Universität bestehen konnte. Sie unterstützten mich außerdem bei der Bewerbung an der Universität und dabei, einen Studienplatz zu bekommen.

Aber noch wichtiger war für mich etwas anderes: Ich lernte Menschen kennen, die für mich unbezahlbar wertvoll geworden sind. Wir schlossen Freundschaften, die bis heute bestehen. Wir besuchen uns gegenseitig, treffen uns außerhalb des Büros, kochen zusammen und unternehmen weiterhin viele Dinge gemeinsam.

Als sich meine Deutschkenntnisse verbesserten, beschloss ich, selbst ehrenamtlich in diesem Programm mitzuhelfen. Ich wollte neue Menschen unterstützen und ihnen bei ihrem Leben in Leipzig helfen – sowohl bei bürokratischen Fragen als auch bei Freizeitaktivitäten. Ich wollte etwas von der Unterstützung, die ich selbst bekommen hatte, an andere weitergeben und damit der Gesellschaft etwas zurückgeben. Außerdem bekam ich die Möglichkeit, gemeinsam mit Interaction Leipzig e.V. musikalische Veranstaltungen mit Wir sind Paten Leipzig im Büro zu organisieren. Zu dieser Zeit war ich bei Interaction Leipzig e.V. im Rahmen meines Bundesfreiwilligendienstes ehrenamtlich tätig.

Im Jahr 2020 bekam ich schließlich die Möglichkeit, bei der Sozialen Dienste und Jugendhilfe gGmbH im Bereich Wir sind Paten Leipzig zu arbeiten, also genau bei dem Projekt, von dem ich selbst zunächst Unterstützung erhalten und in dem ich später ehrenamtlich mitgearbeitet hatte. Wenn ich heute darüber nachdenke, ist das für mich eine ganz besondere Entwicklung: Ich kam als Mensch nach Deutschland, der die Sprache noch nicht beherrschte und kaum etwas über das Leben in dem für mich neuen Land wusste. Durch die Unterstützung, die Begegnungen und die Erfahrungen bei Wir sind Paten wurde ich schließlich selbst zu jemandem, der andere Menschen unterstützt, ihnen Orientierung gibt und sie dabei begleitet, ihren eigenen Weg in dieser Gesellschaft zu finden.

Diese Erfahrung hat mein Leben sogar so stark beeinflusst, dass ich mein Studium verändert habe. Dank dieses großartigen Projekts habe ich mich an meiner Universität in Deutschland dazu entschieden, von Betriebswirtschaftslehre zu Sozialer Arbeit zu wechseln. Ich wollte nicht nur für mich selbst etwas aufbauen, sondern auch beruflich mit Menschen arbeiten und andere auf ihrem Weg unterstützen.

Ich hoffe sehr, dass solche Projekte in Deutschland weiterhin Unterstützung und Anerkennung finden und noch viele Menschen erreichen, denn meiner Meinung nach sind Projekte wie Wir sind Paten ein wichtiger Weg, um Integration wirklich zu leben. Sie ermöglichen es Menschen, Kontakte zu knüpfen, die deutsche Gesellschaft besser kennenzulernen, voneinander zu lernen und sich persönlich weiterzuentwickeln.

Ich möchte mich bei allen Menschen bedanken, die anderen helfen und ihnen direkt oder indirekt die Hand reichen. Ihr hinterlasst einen großen Eindruck in unserem Leben. Ihr öffnet uns die Augen für neue Möglichkeiten und für Dinge, über die wir vorher vielleicht nie nachgedacht haben. Meine Geschichte zeigt mir bis heute, wie viel ein Ort, ein Projekt und vor allem die Menschen dahinter bewirken können. Was für mich zunächst mit der Suche nach Unterstützung begann, wurde zu Freundschaften, ehrenamtlichem Engagement, beruflicher Entwicklung und schließlich zu einem wichtigen Teil meines Lebens.

Vielen Dank an alle, die ein Teil dieser Geschichte sind – und an alle, die dafür sorgen, dass solche Geschichten auch in Zukunft möglich bleiben!

– Mohammad

Pat:innenschaften bringen Menschen zusammen. Sie schaffen Räume für Begegnungen, neue Perspektiven und gegenseitige Unterstützung. Für Menschen, die neu oder noch nicht lange in Deutschland sind, können sie das Ankommen erleichtern und Orientierung im Alltag bieten.  In unserem Projekt Wir sind Paten wachsen Freund:innenschaften, Vertrauen und gemeinsame Erfahrungen für beide Seiten. Afrah und Carmen berichten, was ihre Pat:innenschaft für sie bedeutet.

„Ich bin ein geselliger Mensch“

Carmen Sieber ist 68 Jahre alt, Rentnerin und engagiert sich als Patin bei Wir sind Paten Erfurt, weil sie gerne unter Leuten ist und den Austausch mit Menschen schätzt, die unterschiedliche Lebenswege und kulturelle Erfahrungen mitbringen. Auf Wir sind Paten wurde sie bei einem Besuch im Sprachcafé aufmerksam. Dort erfuhr sie von der Möglichkeit, sich als Patin zu engagieren und diese Idee gefiel ihr sofort.

Im Laufe der Zeit hat Carmen mehrere Mentees begleitet. Gemeinsam lernten sie Deutsch, erledigten Hausaufgaben aus dem Sprachkurs oder trafen sich regelmäßig in der Bibliothek am Erfurter Domplatz. Mit ihrer Mentee Afrah kocht sie gerne oder verbringt Zeit bei langen Unterhaltungen. Den beiden ist besonders ein gemeinsamer Theaterbesuch in Erinnerung geblieben, bei dem sie sich das Ballett „Der Nussknacker“ angeschaut haben. Das war für sie ein schönes Erlebnis, das sie miteinander verbinden. An ihren Pat:innenschaften schätzt Carmen vor allem, dass aus den regelmäßigen Begegnungen Vertrauen und Freundschaften entstehen. Ihr ist wichtig, Menschen über einen längeren Zeitraum zu begleiten und gemeinsame Erinnerungen zu schaffen. Auch sie selbst nimmt viel aus der Pat:innenschaften mit. Durch die Gespräche hat sie ihren Blick auf unterschiedliche Lebensrealitäten erweitert. So hat sie erfahren, dass das Tragen eines Kopftuchs für viele Frauen eine persönliche und religiöse Entscheidung ist und nicht pauschal als Ausdruck von Unterdrückung verstanden werden kann. Menschen, die überlegen, selbst Pat:in zu werden, möchte Carmen ermutigen:

„Man lernt gemeinsam leichter als allein. Es lohnt sich, Menschen aus anderen Kulturen kennenzulernen. Man gewinnt neue Erfahrungen und erweitert den eigenen Horizont.“

„Ich fühle mich nicht mehr allein“

Afrah ist 49 Jahre alt, kommt aus Syrien und spricht Arabisch und Tscherkessisch als Muttersprachen. Auf Wir sind Paten wurde sie durch eine Freundin aufmerksam. Zunächst suchte sie Unterstützung für ihre Kinder, über das Sprachcafé entdeckte sie dann die Möglichkeit, ihre Deutschkenntnisse zu vertiefen und neue Kontakte zu knüpfen.

Heute ist ihr Pat:innenschaft für Afrah eine wichtige Unterstützung in ihrem Alltag. Sie erhält wichtige Orientierung in vielen Fragen des Lebens in Deutschland, lernt neue Menschen in Erfurt kennen und weiß, dass sie bei Herausforderungen nicht allein ist, sondern sich an jemanden wenden kann. Sie hat Menschen, die sie unterstützen oder einfach zuhören.

Carmen besucht Afrah regelmäßig zu Hause. Gemeinsam sprechen sie über das Leben in Deutschland und Thüringen, über unterschiedliche kulturelle Erfahrungen und über Fragen des Alltags. So erklärte Carmen ihr beispielsweise, wie ein Termin in der Physiotherapiepraxis abläuft und was sie dabei erwartet. Ihre Patinnenschaft beschreibt Afrah als hilfreich und als eine nachhaltige Bereicherung. Durch die regelmäßigen Treffen sind eine verlässliche Beziehung und neue Kontakte entstanden und sie fühlt sich heute deutlich weniger einsam. Besonders bewegt hat sie ein Moment, als sie krank war und Carmen sich in dieser Zeit liebevoll um sie kümmerte: „Sie hat mich wie eine Mutter betreut“, erinnert sich Afrah. Die Treffen mit Carmen im Rahmen ihres Tandems helfen Afrah außerdem dabei, ihre Deutschkenntnisse zu vertiefen. Sie lernt neue Wörter kennen, entdeckt kulturelle Angebote und Veranstaltungen in Erfurt und gewinnt zunehmend Sicherheit dabei, sich in ihrem neuen Lebensumfeld in Erfurt zurechtzufinden und am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.

Die Erfahrungen von Carmen und Afrah zeigen, dass Pat:innenschaften weit mehr sind als praktische Unterstützung. Sie schaffen Vertrauen, fördern gegenseitiges Verständnis und eröffnen neue Perspektiven. Aus gemeinsamen Erfahrungen entstehen Beziehungen, in denen die Beteiligten voneinander lernen und sich gegenseitig sowie eine vielfältige und solidarische Gesellschaft bereichern.

Als unsere Kollegin Fatema Alkheder 2017 aus Syrien nach Deutschland kam, hatte sie zunächst das Ziel, möglichst schnell Deutsch zu lernen, um mit Menschen in Kontakt zu kommen und sich austauschen zu können. Gleichzeitig wollte sie sich für andere engagieren. Auf der Suche nach einem Projekt, das Begegnung, Sprachpraxis und Ehrenamt verbindet, fand sie 2022 den Weg zu Wir sind Paten Dresden. Hier brachte Fatema ihre pädagogische Erfahrung aus ihrer Zeit als Lehrerin in Syrien ein. Anfangs unterstützte sie geflüchtete Menschen beim Deutschlernen, vom Alphabet bis zum Sprachniveau A1, und begleitete sie zudem dabei, im Alltag anzukommen. Anfang 2023 begann Fatema ihren Bundesfreiwilligendienst bei der Soziale Dienste und Jugendhilfe gGmbH und wurde damit Teil unseres Teams. Bis Ende 2024 leitete sie kostenfreie Deutsch-Nachhilfen im Kleingruppen-Format für Geflüchtete aus verschiedenen Ländern und wirkte an der Planung und Durchführung zahlreicher Veranstaltungen und Begegnungsangebote für Erwachsene und Kinder mit. An ihre Zeit als Bundesfreiwillige erinnert sie sich gerne zurück:

„Die Arbeit hat mir sehr viel Freude gemacht, weil ich gerne Menschen helfe und ihnen Freude schenke. Ich durfte gemeinsam mit dem Team viele schöne Begegnungen erleben, wertvolle Erfahrungen sammeln und sehen, wie wichtig Unterstützung, Vertrauen, Zusammenhalt und soziale Arbeit für unsere Gesellschaft sind.“

Umso mehr freut es uns, dass Fatema in unserem Team geblieben ist, denn seit März 2025 ist sie als Nachfolgerin von Hoda Ziat Ehrenamtskoordinatorin bei Wir sind Paten Dresden. In dieser Rolle vermittelt sie Pat:innenschaften und begleitet unsere Dresdener Pat:innen und Mentees mit viel Einfühlungsvermögen, Engagement und einem offenen Ohr. Sie unterstützt Menschen dabei, Kontakte zu knüpfen, Orientierung zu finden und Herausforderungen zu meistern. Mit wie viel Leidenschaft sie ihre Arbeit macht, bringt sie selbst auf den Punkt:

„Ich liebe meine Arbeit sehr und gebe immer mein Bestes. Wenn ich eine Aufgabe übernehme, möchte ich sie mit Verantwortung, Kreativität und ganzem Herzen erfüllen.“

Fatema kennt unser Projekt aus ganz unterschiedlichen Perspektiven: als engagierte Patin, als Bundesfreiwillige und heute als Ehrenamtskoordinatorin. Diese Erfahrungen sowie ihre Empathie und Offenheit machen sie zu einer wertvollen Ansprechpartnerin für unsere Pat:innen und Mentees. Liebe Fatema, wir sind sehr froh, dass du Teil unseres Teams bist, und danken dir für dein großes Engagement. Wir freuen uns auf weitere Jahre der Zusammenarbeit und darauf, gemeinsam mit dir noch viele Pat:innenschaften auf den Weg zu bringen!

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