Workshop bei Wir sind Paten Rostock: Gemeinsam Pat:innenschaften erfolgreich gestalten

Im Februar haben wir im Pat:innenschaftsbüro von Wir sind Paten Rostock einen interaktiven Workshop unter dem Titel „Was macht eine Pat:innenschaft erfolgreich?“ veranstaltet. Rund 30 Mentees und ehrenamtliche Pat:innen kamen dabei zusammen, um sich auszutauschen, voneinander zu lernen und neue Impulse für ihre Tandems zu gewinnen.

Zu Beginn des Workshops gab unser Mitarbeiter Mohamed einen kurzen fachlichen Input zu den zentralen Erfolgsfaktoren in Pat:innenschaften. Dazu zählen Klarheit, Regelmäßigkeit, Vertrauen, Unterstützung und Gemeinsamkeit.

Wie eine Pat:innenschaft genau gestaltet wird, entscheiden die Tandems selbst. Das betrifft sowohl die Dauer und Häufigkeit der Treffen als auch die Art der gemeinsamen Aktivitäten. Ob gemeinsames Sprachenlernen, Begleitung zu Behördenterminen, Hausaufgabenbetreuung, Berufsorientierung oder gemeinsame Freizeitaktivitäten wie Kochen, Sport oder Besuche von Kulturveranstaltungen, das orientiert sich individuell an den Bedürfnissen der Mentees, den Möglichkeiten der Pat:innen und den gemeinsamen Interessen. Hierbei ist es wichtig, dass die Beteiligten möglichst offene und klare Absprachen und konkrete Vereinbarungen treffen. Das stärkt auch die Verlässlichkeit.

In Pat:innenschafts-Tandems begegnen sich häufig Menschen mit unterschiedlichen Lebensrealitäten und Teilhabechancen. Sie bringen verschiedene Erfahrungen sowie Zugänge mit, beispielsweise zu Bildung, Arbeit und dem Wohnungsmarkt. Manche sind auch von mehreren Diskriminierungsformen gleichzeitig betroffen. Umso wichtiger ist ein diskriminierungssensibler, respektvoller und wertschätzender Umgang miteinander. Er bildet die Grundlage für gegenseitiges Vertrauen. Ziel ist es, innerhalb der Tandems von- und miteinander zu lernen, sich gegenseitig zu unterstützen und auch mit möglichen Herausforderungen konstruktiv umzugehen.

Nach dem Input folgte ein interaktiver Workshop-Teil, in dessen Mittelpunkt der Dialog über die erlebte Tandempraxis stand. Dafür sammelten wir zunächst relevante Themen wie (Weiter-)Bildungsmöglichkeiten, Unterstützung bei Bewerbungen, Orientierung im Alltag und Freizeitgestaltung. In Kleingruppen und Tandems tauschten sich die Mentees und Pat:innen offen und praxisnah aus und diskutierten ihre Perspektiven. Während die Pat:innen berichteten, wie sie ihre Pat:innenschaften und ihre Rolle darin erleben und welchen persönlichen Mehrwert sie daraus ziehen, gaben die Mentees Einblicke in ihre Erfahrungen und Unterstützungsbedarfe. Dabei war der Beitrag eines Teilnehmers besonders eindrücklich, der früher selbst Mentee bei Wir sind Paten war und heute als Pate aktiv ist. Dieses Beispiel verdeutlicht die nachhaltige soziale Wirkung von Mentoring- und Pat:innenschaftsprojekten wie unserem. Durch die Begleitung werden Mentees auf ihrem Bildungs- und Lebensweg sowie in ihrer Selbstwirksamkeit gestärkt und damit ihre Chancen für gesellschaftliche Partizipation und ihr Zugehörigkeitsgefühl erhöht. Gleichzeitig entstehen durch die regelmäßigen Treffen sowie die individuelle Unterstützung innerhalb der Pat:innenschaften Vertrauen und langfristige Verbindungen. Dies führt dazu, dass viele ehemalige Mentees die Unterstützung, die sie selbst erfahren haben, auch weitergeben möchten. Hierdurch werden also sowohl das zivilgesellschaftliche Engagement als auch der gesellschaftliche Zusammenhalt vor Ort gefördert.

Zum Abschluss des Workshops lud ein kleines Buffet zu weiteren Gesprächen und zur Vernetzung in lockerer Atmosphäre ein. Wir haben uns besonders über das durchweg positive Feedback der Teilnehmenden gefreut. Dabei äußerten mehrere Teilnehmende den Wunsch nach regelmäßigen Treffen und Austauschformaten, um sich stärker vernetzen und voneinander lernen zu können. Unser Workshop bot hierfür bereits einen wichtigen Raum und wir sind froh, dass so viele von euch dabei waren und sich aktiv eingebracht haben – das bestärkt uns in unserer Arbeit!

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